Im Frühsommer des Jahres 1970
baute der kleine Stephan Braun zusammen mit seiner Tante sein erstes Flugmodell,
einen Freiflugsegler namens "kleiner Uhu". Da die Flugerfolge dieses Modells
alles andere als zufriedenstellend waren, war er schon fast geneigt, sein
neuestes Hobby an den Nagel zu hängen. Jedoch es sollte anders kommen. Heute ist
er eines der aktivsten Mitglieder der Modellfluggruppe "Kranich" 70 e.V.
Simmerath.
Wie kam es nun zu diesem
Sinneswandel? Er hatte gehört, dass in Bickerath ein Mann namens Bodo Behlau
wohnte, der selbst ein aktiver Modellflieger ist. Also machte sich Stephan auf,
begab sich mit seinem Modell zu Behlaus und war fortan ein Begeisterter
Modellflieger; denn unter der fachkundigen Anleitung des Bodo Behlau konnte sein
Flugzeug auf einmal fliegen.
Bodo Behlau hatte schon von
seiner Jugend an Kontakt zum Fliegerlager; einerseits betrieb er schon ziemlich
früh Modellbau; andererseits machte er schließlich sein Hobby zum Beruf und
verblieb 6 Jahre bei der Luftwaffe, wo er den Pilotenschein erwarb. Nach Ende
seiner Dienstzeit verschlug es ihn nach Höfen in die Eifel, von wo aus er nach
Simmerath zog, glücklicherweise, wie man heute weiß.
Doch zurück ins Jahr 1970. Stephan Braun zog nun des Öfteren mit Bodo Behlau auf die Wiesen des hinteren Kalverscheid, begleitet von dessen Ehefrau, die diese Ereignisse im Bild festhielt. Allmählich kamen auch andere Jungen aus Bickerath hinzu und bildeten so eine Gruppen von 4 bis 5 Modellfluginteressierten. Zum Ende des Sommers hatten sie die Idee, eine Bastel- und Fluggruppe zu gründen, in der man im Winter gemeinsam Modelle bauen sollte, um diese dann im Sommer zum fliegen zu bringen. Dieser Plan wurde von Bodo Behlau aufgegriffen und Anfang Oktober 1970 traf sich die Modellfluggruppe zum ersten Mal in einem alten Haus hinter der Sparkasse in Simmerath, das von Dechant Moritz zur Verfügung gestellt worden war. Dieses Haus, das "Drüje- Haus" genannt wurde, ist inzwischen dem Spielplatz des Kindergartens gewichen.
Es waren 13 Jungen im Alter
von 9-12 Jahren, die sich von da an jeden Freitagnachmittag unter Leitung von
Bodo Behlau trafen:
Hartmut Braun, Ralf Braun,
Stephan Braun, Wolfgang Frings, Achim Laffin, Berthold Peters, Franz- Josef
Schorr, Günter Sories, Bernd Stollenwerk, Volker Siemer, Wolfgang Zilligen,
Volkmar Zilligen und Burkhard Wilden.
In diesem ersten Bastelwinter
bauten alle 13 das gleiche Modell, nämlich den eben schon erwähnten "kleinen
Uhu", von dem man, wie sich bei späteren Wettbewerben herausstellte, nicht genug
Exemplare besitzen konnte. Über diese rein bastlerischen Fähigkeiten hinaus
vermittelte Bodo Behlau den Jungen Kenntnisse in Aerodynamik, der Wissenschaft
vom Fliegen, sowie in Bauplankunde und Wetterkunde jeweils eine 1/4 Stunde vor
Schluss der Bastelabende. Und damit dieses alles auch gelernt wurde, überprüfte
er das Wissen darüber in kleinen Tests, bei denen es als Anreiz für die Besten,
Preise wie kleine Gleitmodelle oder Klebstoff zu gewinnen gab.
Im Frühling des nächsten
Jahres, 1971, war es dann soweit. Alle Modelle waren rechtzeitig fertig geworden
und beim ersten Sonnenschein begaben sich die 13 Piloten in spe gemeinsam mit
Gruppenleiter Bodo Behlau auf die schon flugerprobten Wiesen des hinteren
Kalverscheid, um die Flugleistungen ihrer ersten Flugzeuge zu erproben. Wenn
auch bei diesen ersten Versuchen schon einmal ein Höhenleitwerk bei einer harten
Landung zu Bruch ging, so ließ doch keiner den Mut sinken, denn im Voraus waren
die gefährdeten Teile des Modells schon in mehrfacher Ausführung gebaut worden.
Und damit zwischen den einzelnen Flugzeugen keine Verwechslungen entstanden,
hatte jeder auf seinem Flugzeug eine Nummer aufgeklebt, die vorher während der
Bastelabende ausgelost worden war.
Damit alle wussten, wann am
Wochenende geflogen wurde, wurde an einem Fenster des Bastelraumes Tag und
Uhrzeit ausgehängt.
Am 15. Mai fand dann der Uhu -
Wettbewerb statt. Er wird jedes Jahr vom Deutschen Aero Club bundesweit
durchgeführt. Hierbei muss mit einem 50 Meter langen Hochstartseil das Modell
auf Höhe gebracht werden. Die Zeit vom Ausklinken des Modells aus dem
Hochstarthaken bis zur Landung wird gestoppt und in Punkte umgerechnet. Die
längste zu wertende Zeit ist 180 Sekunden.
Zum Wettbewerb wurden auf
einer Wiese, die ein Bauer zur Verfügung gestellt hatte, Zelte aufgestellt, die
als Pilotenlager und "Hangar" dienten. Hier fand dann auch die erste Sabotage
statt! Einem
Inzwischen hatte jeder
mindestens zwei Modelle, da besonders bei Wettbewerben, wo mehr Hochstartseil
als im Training verwandt wurde, die Modelle gerne weiter weg flogen. Es kam vor,
daß ein Modell völlig den Blicken des Piloten in Richtung Hohes Venn entschwand.
Dies war ein schmerzlicher Verlust, steckte doch eine Menge Arbeit in dem kleinen Modell. Das Ende des
Wettbewerbes wurde mit Kuchen und Getränken entsprechend gefeiert und für die
Sieger gab es wie bei den "Großen" Medaillen.
Im Juli 1971 fuhr B. Behlau
mit den Jungen zu einem Zeltlager nach Lorbach bei Mechernich, wo über dem
ehemaligen Bleibergwerk Mechernicher Modellflieger einen Modellflugplatz
errichtet hatten, der etwa 800 Meter von der Ortschaft entfernt lag. Während der
5 Tage dieses Zeltlagers herrschte echte Lagerromantik. Es wurden Nachtwachen
gehalten und die Jungen verpflegten sich selbst; auf einem offenen Feuer wurde
gekocht und morgens schmierten jeweils 2 oder 3 für alle die Butterbrote. Hier
hatten die Jungen auch zum ersten Mal Gelegenheit, "echte" Modellflieger zu
bestaunen, die ferngesteuerte Modelle flogen. Bei glühender Hitze wurde dort
auch der 2. Uhu- Wettbewerb durchgeführt.
Bis zum Mai des Jahres, in dem
der erste Uhu- Wettbewerb stattfand, war viel trainiert worden. Fast jedes
Wochenende und auch während der Woche waren die "Kraniche", sofern das Wetter es
zuließ, auf ihren Flugwiesen zu finden. In den meisten Fällen waren auch die
Eltern, besonders die Väter, mit dabei. Sie hatten mindestens ebensoviel Spaß an
den kleinen Flugzeugen wie ihre Söhne; denn für sie war es zumeist auch der
erste Kontakt mit der Fliegerei. Es wurde dabei
Am Ende des Jahres ließ man
bei einer gemütlichen Weihnachtsfeuer mit Eltern und Geschwistern die Ereignisse
des Jahres noch einmal Revue passieren und die Erstplazierten der Uhu-
Wettbewerbe erhielten ihre Preise. Dieser gemütliche Abend ist bis heute als
Tradition bei den "Kranichen" erhalten geblieben. Es ist ohnehin so, dass bei
den Modellfliegern die Geselligkeit eine Rolle spielt. Gelegenheiten um Feste zu
feiern, gibt es immer wieder.
Im Winter 1971 wurden wieder
Bastelabende abgehalten, wobei mit dem Bau von größeren Freiflugmodellen
begonnen wurde, die zum Teil auch motorisiert waren. Ferngesteuerte Modelle
waren zu jener Zeit wegen der zu hohen Kosten für eine Fernsteuerung noch
unerschwinglich.
Im Verlaufe des Winters bekam
man Zuwachs von einigen anderen Jungen aus Simmerath, die im vorhergehenden
Sommer ihre Freude am Modellflug gefunden hatten.
So stieg die Mitgliederzahl
bei den Kranichen stetig an; heute zählt man 70 Mitglieder, sowohl aktive wie
passive. Es waren jedoch nicht nur jüngere Interessenten, die sich der
Modellfluggruppe anschlossen, auch Erwachsene, die sich schon vorher mit dem
Modellbau beschäftigt hatten oder daran interessiert waren, wurden Mitglied. Im
Laufe der Jahre haben auf diese Weise etwa 100 Personen zum Modellflug gefunden.
Im Jahre 1972 wurde dann
weiter Aufbauarbeit betrieben; es wurden auch wieder Freiflugwettbewerbe
veranstaltet. Im Winter mussten die Kraniche aus ihrem Bastelraum hinter der
Sparkasse ausziehen, da dieses Haus abgerissen wurde um; wie schon oben erwähnt,
Platz zu schaffen für den Spielplatz des neu errichteten Kindergartens. Man
befürchtete schon fast, dass dies das Ende der so hoffnungsvoll begonnenen
Arbeit für den Modellflug in Simmerath bedeutete; es fand sich aber zum Glück
für diesen Winter eine Bleibe in einem anderen alten Haus in Simmerath, ehe dann
in nächsten Herbst ein weiterer Umzug erfolgte in einen ehemaligen Klassenraum
der Simmerather Grundschule. Dieser musste allerdings im darauf folgenden Jahr
geräumt werden; man zog in den Keller der Grundschule, der früher einmal als
Badeanstalt gedient hatte. Dieser Raum ist bis heute als Bastelraum der
Modellfluggruppe erhalten geblieben. Hier finden in jedem Winter Bastelkurse für
die jüngeren und interessierte Nichtmitglieder statt unter der Aufsicht von
erfahrenen älteren Mitgliedern.
Im Winter 1972 wurden die
ersten ferngesteuerten Modelle, hauptsächlich Segler gebaut, womit die
Fernsteuerära bei der Modellfluggruppe auf breiter Front Einzug hielt. Bis dahin
war es lediglich Bodo Behlau gewesen, der ferngesteuerte Modelle. sowohl Motor-
wie Segelflugzeuge, besaß.
Im
Sommer 1973 konnte der erste Wettbewerb für ferngesteuerte Segler, kurz RC IV-
Wettbewerb genannt, stattfinden. Es wurde ein Wanderpokal ausgeflogen. Der erste
Sieger dieses Wanderpokals war Heinz Leptajnik, der auch im darauffolgenden Jahr
den Pokal gewinnen konnte. Die Wanderpokalgewinner in den folgenden Jahren
waren: 1975 Bernd Stollenwerk, 1976 Bernd Stollenwerk, 1977 Bodo Behlau, 1978
Hartmut Braun, 1979 Eberhard Jansen.
Im Jahre 1973 wurden auch
schon die ersten ferngesteuerten Motormodelle geflogen.
Da das Interesse am
ferngesteuerten Fliegen immer stärker wurde, schien es erforderlich, einen
eigenen Flugplatz zu errichten. Bis dahin war im Einvernehmen mit den Landwirten
auf deren Wiesen geflogen worden. Doch es ist einzusehen, dass dies gerade zur
Zeit der Heuernte ziemliche Probleme mit sich brachte. Bei der Suche nach einem
Modellflugplatz war ein geeignetes Gelände rasch gefunden.
In unmittelbarer Nähe der
Flugwiesen lag ein unkultiviertes Stück Land brach, das wohl zu mehr als 1/3 aus
Sumpfland bestand. Dieses Stück sollte der erste Flugplatz werden.
Es wurde von der
Kirchengemeinde Konzen gepachtet und im Hand- und Spanndienst zuerst das
Venngras entfernt und für eine Drainierung gesorgt. Mit der Zeit entwickelte
sich dann aus dem ehemaligen Vennboden durch mehrmaliges mähen und nach
entsprechender Düngung ein recht passabler Rasen. Auf diesem Flugplatz wurde im
folgenden Jahr 1974 ein Schutzzaun und eine Schutzhütte errichtet. In diesem
Jahr fanden auch verstärkt Erwachsene aus der Umgebung Simmerath zum Teil auch
aus Aachen, Zutritt zu den Kranichen und wurden dadurch, dass sie das Fliegen
mit ferngesteuerten Modellen schon beherrschten, zu Vorbildern und Lehrern für
die jüngeren Mitglieder.
Im März fand die erste
Modellausstellung der "Kraniche" in der Aula der Hauptschule statt, die
gemeinsam mit befreundeten Clubs aus der näheren Umgebung mit Modellen bestückt
wurde und sich als großer Erfolg herausstellte. Dadurch wurde einer breiten
Masse der Bevölkerung zum ersten Mal der Modellsport zugänglich gemacht.
In diesem Jahr wurden auch
wieder Wettbewerbe durchgeführt. Überhaupt nehmen die Wettbewerbe im
Vereinsgeschehen der "Kraniche" eine Hauptrolle ein. Dies hat sich besonders in
den letzten zwei Jahren gezeigt. Das Interesse an Wettbewerben steigt immer
mehr, denn sie versprechen eine Abwechslung vom normalen Flugalltag, bei dem man
unbelastet ist. Hierbei wird jedoch die gesamte Konzentration eines Piloten
erfordert, wenn es darum geht, mit einem Segelflugzeug möglichst lange in der
Thermik zu fliegen und anschließend noch eine saubere Landung auszufahren oder
mit einem Motorflugzeug als schnellster 10 Runden um Wendemarken zu fliegen. All
diese Wettbewerbe werden jedoch nicht bestimmt von einem unbändigen Ehrgeiz zu
gewinnen. Auch hier herrscht der olympische Gedanke: "Dabei sein ist alles". In
den ersten Jahren waren es ausschließlich Wettbewerbe für Segelflugzeuge, da nur
wenige Mitglieder ein Motormodell besaßen. Im letzen Jahr fand dann der erste
Motorflugwettbewerb statt bei dem es darum ging, ein Programm aus einer
Kombination von Kunstflug und Geschwindigkeitsfliegen zu absolvieren. In diesem
und in den folgenden Jahren werden es noch mehr sein, da das Interesse am
Motorflug immer stärker wird.
Doch nun zurück zum Ausgangspunkt. In jenem Jahr 1974, nahmen einige Mitglieder an einem Schaufliegen in Eupen teil, wo man Modellflieger aus Luxemburg kennen lernte, die schon an mehreren Weltmeisterschaften teilgenommen hatten. Diese Kontakte führten dazu, dass im Juni 1975 eine Gruppe von 15 Jugendlichen unter Leitung von Bodo Behlau nach Luxemburg zu einem Zeltlager fuhr, in nächster Nähe vom Modellflugplatz der eben erwähnten Modellflieger. Jeder hatte sein Flugmodell mitgenommen und man setzte alles daran, den weltmeisterlich fliegenden Luxemburgern nachzueifern. Während dieses Zeltlagers war herrliches Wetter und demzufolge herrschte immer ein reges und lustiges Treiben, so dass die Lachmuskeln täglich strapaziert wurden.
Auch
während der Tage in Luxemburg verpflegte man sich in eigener Regie, wobei
besonders die Kochkünste von B. Stollenwerk Lob fanden. Es wurde dort natürlich
nicht versäumt, der Stadt Luxemburg und da besonders dem weltbekannten RTL einen
Besuch abzustatten. Der Kontakt zu den luxemburgischen Freunden ist seitdem
aufrecht erhalten worden und sie haben die "Kraniche" oft bei Veranstaltungen,
wie etwa der Ausstellung 1977 oder der Platzeinweihung 1978 mit ihren Modellen
und Flugkünsten unterstützt.
Gegen Ende des Jahres 1975
beantragten die "Kraniche" eine offizielle Genehmigung für ihren
Modellflugplatz. Da die Genehmigungsbedingungen ein fliegen auf diesem Platz
nicht mehr zugelassen hätte, ließ man von diesem Projekt ab. Da ein offiziell
genehmigter Flugplatz jedoch gerade heutzutage erstrebenswert ist, suchte man
nach einem geeigneten Gelände, welches allen Anforderungen entsprach. Es fand
sich schließlich in unmittelbarer Nähe der Kallbrücke ein Sumpfgebiet, dass von
der Gemeinde Simmerath gepachtet wurde. Doch bevor dort ein erstes Modell
starten konnte, mußte noch 1 1/2 Jahre vergehen. Bis dahin durfte auf dem alten
Flugplatz noch mit Ausnahmegenehmigung geflogen werden. Auf dem neuen Flugplatz
am Kallbach musste zuerst das leicht abfallende Gelände als Grundlage für eine
Start- und Landebahn angefüllt
werden; stellenweise bis zu 1,5 Meter. Bodo Behlau war bei diesem Projekt die
treibende Kraft. Er setzte nicht nur die behördlichen Schritte in Gang und
räumte dort alle Schwierigkeiten aus dem Weg, sondern kümmerte sich besonders um
den reibungslosen Ablauf der Arbeiten auf dem Flugplatzgelände.
In seiner Freizeit war er fast nur auf dem Gelände an der Kall anzutreffen, wo er selbst mitarbeitete als Vorbild für die anderen. Das Herrichten des Flugplatzes so wie er sich heute präsentiert, wurde erst durch die zahllosen freiwilligen Helfer ermöglicht, die sich in ihrer Freizeit ebenfalls fast ausschließlich um den Flugplatz gekümmert hatten.
Es ist leicht einzusehen, dass
in einem Verein, der zumindest zum damaligen Zeitpunkt fast nur aus Jugendlichen
bestand, der kostspielige Einsatz von Maschinen nicht in Frage kam. An dieser
Stelle muss daher auch dem Rat und der Verwaltung der Gemeinde Dank gesagt
werden, die den Verein seit seiner Gründung stets finanzielle aber auch
tatkräftige Hilfe zukommen ließen. Ebenso wenig dürfen an dieser Stelle die
Pfarrgemeinde und all die zahllosen Helfer wie z.B. die Eltern der jungen
Kraniche nicht vergessen
werden, ohne deren
Unterstützung vieles nicht hätte verwirklicht werden können. Im Herbst 1976
wurde in einer Pflanzaktion, zu der über die Presse aufgerufen worden war, ein
Pflanzstreifen mit über 100 Bäumen von etlichen freiwilligen Helfern angelegt.
Leider waren aber mehr als die Hälfte der Bäume im Winter 1978/79 durch
Kaninchen soweit angenagt worden, dass sie neu gepflanzt werden mussten. Ein
entsprechender Zaun rund um den Pflanzstreifen hat bis jetzt die Kaninchen von
den Bäumen ferngehalten. Neben den Kaninchen sorgte auch einmal eine Rinderherde
für Aufregung. Sie war eines Nachts ausgebrochen und hatte dem frisch eingesäten
Rasen der Landebahn einen "eindrucksvollen" Besuch abgestattet. Dieser Schaden
wurde vom Eigentümer der Tiere behoben.
Der
damalige Vorstand versah seine Arbeit bis Ende 1977 und legte dann seine Ämter
nieder. Die jüngeren Mitglieder, in der Hauptsache noch Mitglieder aus dem
Gründerjahre 1970 reckten in die Vorstandsämter nach. 1. Vorsitzender wurde
Bernd Stollenwerk, 2. Vorsitzender Winfried Roder, Geschäftsführer Burghard
Wilden und Kassierer Stephan Braun.

Vor dieser offiziellen
Einweihung des Platzes hatte im Herbst 1976, kurz nach dem einsähen der
Landebahn, schon eine inoffizielle Einweihung durch die Mitglieder, die beim
Platzbau mitgearbeitet hatten, stattgefunden, bei der (bei Würstchen und Bier)
der Platz zu fortgeschrittener Stunde nach einem Rundgang um die Landebahn mit
Sekt auf den Namen "Flugplatz am Kallbach" getauft wurde.
Nachdem nun die erste
Generation der "Kraniche" den Kinderschuhen entwachsen war, ging die
Jugendarbeit intensiv weiter. Es kamen wieder neue Mitglieder hinzu, die auch
mit dem Bau von Freiflugseglern begannen und auf diese Weise den Einstieg in den
Modellsport fanden. Auch sie hatten an Uhu- Wettbewerben ihre große Freude.
Leider ist die Entwicklung inzwischen soweit gegangen, daß die meisten 10-12
jährigen nicht mehr gerne einem Freiflugmodell hinterherlaufen. Sie wollen
lieber sofort mit einem ferngesteuerten Modell beginnen. Diese Einstellung wird
erleichtert durch die preiswerten Fernlenkanlagen die es jetzt zu kaufen gibt.
Diesem Trend hat auch die Modellfluggruppe Rechnung tragen müssen. Seit neuestem
werden daher bei den allwinterlichen Bastelabenden Fernlenkmodelle gebaut.
Weiteres zur Geschichte der Modellfluggruppe gibt es in der Festschrift anlässlich des 10 jährigen Bestehens, die in der Rubrik Download als *.pdf- Datei herunter geladen werden kann.